Vokabeln pauken bis der Kopf raucht… Regeln auswendig lernen… Langeweile… Lustlosigkeit…

Beim Thema Sprachenlernen bzw. Sprachunterricht haben wir meist viele negative Assoziationen und Erinnerungen im Kopf. Linguajet hat die Notwendigkeit einer alternativen, modernen Lernmethode erkannt und die innovativen jetMovies entwickelt.

jetMovies sind Filme (Serien), die das Sprachenlernen zum einzigartigen Erlebnis machen. Im unteren Bildrand wird die jetLine (De-Kodierung) eingeblendet. Das ist ein zweizeiliger Text, wobei in der oberen Zeile die Fremdsprache analog zum Film angezeigt wird und in der unteren Zeile eine Wort-für-Wort-Übersetzung in die Muttersprache. Synchron zu den Texten der SchauspielerInnen leuchtet in der jetLine das passende Wortpaar auf – wie beim Karaoke.

Durch diese Wort-für-Wort-Übersetzung lernen Sie die Bedeutung der Wörter automatisch (ohne lästigem Vokabeln pauken) und zudem die Grammatik der fremden Sprache (ohne Regeln kennen zu müssen). Das ist intuitives Lernen – so wie Sie damals die Muttersprache erlernt haben. Sie werden von der neuen Sprache umgeben. In Fachkreisen nennt man diese Art des Lernens Sprach-Immersion. Anstatt unterrichtet zu werden, „umgibt“ Sie die Sprache – das ist mit einem Auslands-Aufenthalt zu vergleichen.

 

Mit Filmen lernen – Wie geht das überhaupt?

  1. Authentische Alltags-Situationen & Dialoge

In Sprachlernbüchern werden oft Ausdrücke gelernt, die nicht unbedingt alltagstauglich sind. Wie oft erzählen Sie zum Beispiel von Ihrer Großfamilie und erklären wer Ihre Großtante, angeheiratete Tante Ihres Onkels oder Großcousin ist? Oder wie wahrscheinlich ist es, dass ein Einkaufsgespräch mit dem Bäcker genau so verläuft wie es im Buch steht?

Filme zeigen Menschen im Alltag und in natürlichen, ungezwungenen Situationen des täglichen Lebens. Wenn Sie diese Situationen als Basis zum Lernen verwenden, werden Sie sich beim Kommunizieren mit Native Speakern um ein Vielfaches leichter tun.

  1. Aussprache von Native Speakern lernen

Lehrbücher bestehen aus sehr viel Text – doch wo bleibt das Audio? Auch wenn z.B. Schulbüchern eine Audio-CD beigelegt ist, ist es fraglich wie oft SchülerInnen reinhören. Beim Lernen mit Filmen lesen und hören Sie die Fremdsprache. Die visuelle Darstellung (jetLine + Film) dient zum leichteren Merken; das Verbale (die Sprache) dient als Basis zur Imitation. Ihr Gehirn hört die Laute, den Sprachrhythmus und die -melodie und speichert diese Information ab. Ganz automatisch legt Ihr Gehirn die benötigten Nervenbahnen an, damit Sie selbst die Sprache perfekt imitieren können. So eignen Sie sich von Anfang an eine makellose Aussprache an.

  1. Die Bildliche Darstellung zum Text unterstützt das Vorstellungsvermögen. Hund vs. Pudel

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Die kognitive Funktionen von Bildern (die automatisch ablaufen) wurden bereits in der klassischen griechischen Philosophie intensiv diskutiert. Viele WissenschaftlerInnen halten das bildliche Denken für wichtig und unentbehrlich. Z.B. Einstein behauptete, dass er seine Entdeckungen vor allem bildlichen Vorstellungen zu verdanken hat (Miller, 1984). Auch in der Alltagssprache gelten „Anschaulichkeit“ und „Bildlichkeit“ als Synonyme für Verständlichkeit. Das erreicht man mit Bewegtbildern/Filmen mühelos.

Filme sind für uns fast wie die Realität. Wir nehmen den Film als eine Art zweite Realität wahr, weil wir uns in die Charaktere hineinversetzen können.

Solange Sie Vokabeln abgegrenzt, also vom Kontext losgerissen, lernen, müssen Sie die Fremdsprache vor dem Sprechen ständig übersetzen: Hund – Dog. Das braucht Zeit und bedeutet unnötigen Denkaufwand. Wenn Sie mit Filmen Sprachen lernen, dann nehmen Sie beispielsweise den Pudel sofort als Hund wahr. Sprachenlernen mit Filmen ist also um ein Vielfaches effektiver als stures Vokabelnpauken!

Hund-Dog-Pudel - mit Filmen Englisch lernen

  1. Wiederholen wird nicht langweilig

Wiederholen Sie jede Folge bzw. Sequenz eines Filmes etliche Male. Warum? Wir vergessen ca. 40% des Gelernten bereits nach 20 Minuten wieder (mehr zur Vergessenkurve nach Ebbinghaus erfahren Sie hier).

Tipp: Jede Folge so oft wiederholen, bis Sie mindestens 90% der Wörter verstanden, also weggeklickt, haben.! Lernzeit in 10-Minuten-Einheiten einteilen (Ihr Gehirn lernt nach jeder Aufnahmephase 7 Minuten unterbewusst weiter!)

Das gute an Serien ist, dass man sie sehr oft ansehen kann, ohne dass es langweilig wird. Wiederholen Sie die Folgen und lesen Sie dabei die De-Kodierung mit. Mit der Zeit werden Sie die Bedeutung der Wörter verstehen; dann klicken Sie mit der Maus auf das Muttersprachen-Wort in der unteren Zeile. Dieses wird ausgeblendet und nur die Fremdsprache bleibt übrig. So nutzen Sie Ihre Fähigkeiten in der Muttersprache (Grammatikkenntnisse, Sprachgefühl, Lesen…), um die Fremdsprache schnell und einfach zu verstehen. Wenn Sie die Fremdsprache auch schreiben lernen möchten, empfiehlt Linguajet Übungen am Papier. Schreiben Sie den Text einfach ab. Bei Sprachen mit anderen Schriftzeichen wird das ein wenig Übung benötigen.

 

Kann ich mit einem Film in fremder Sprache auch Sprachen lernen?

Filme ohne De-Kodierzeile – geht das auch?

Da Sie eine Sprache zuerst verstehen müssen, nützt Ihnen das ausschließliche Sehen eines fremdsprachigen Filmes sehr wenig. Warum? Weil Sie zuerst die Bedeutung der Wörter verstehen müssen und da bleiben dann ja nur noch gesehene Objekte und erkennbare Handlungen übrig. Eine Hilfe ist die Verwendung von Untertiteln. So kommen Sie voran, wenn auch nur langsam. Die De-Kodierung der jetLine wirkt dagegen wie ein Turbo-Booster, denn dadurch erlernen Sie die Bedeutung jedes Wortes – und das Bild dazu unterstützt Sie beim Erlernen.

 

So lernen Sie mit jetMovies

  1. De-Kodierung am Computer
    Linguajet Sprach Immersion
  2. Parallel Film ansehen und jetLine mitlesen
  3. Nach und nach nur noch zuhören – wie viel verstehen Sie schon?
  4. Mitsprechen – nach mehrmaligem Hören werden Sie Passagen schon auswendig können. Sprechen Sie im Chor oder Echo mit – das trainiert Ihre Aussprache.
  5. Wenn Sie Schreiben lernen möchten, dann üben Sie das am Papier. Durch das Mitlesen zuvor wissen Sie bereits wie die Wörter geschrieben werden, auch wenn Sie ganz manchmal anders klingen.

 

Wie können Filme im (Schul-)Unterricht eingebaut werden?

Sprachtraining, das Spaß macht – Die Rolle des Lehrers

Wir befinden uns in einer Welt, die sich digital und technologisch extrem schnell weiterentwickelt. So wie sich unsere Lebensgewohnheiten dadurch ändern (wofür haben Sie Ihr Telefon vor 10 Jahren benutzt – wofür heute?), ändert sich auch die Rolle von LehrerInnen. Früher war „der Lehrer“ der alleinstehende Experte, der ausschließliche Ansprechpartner[1]. Heute finden wir Expertenmeinungen mit wenigen Klicks im Internet und unser digitales Netz beinhaltet persönliche und unpersönliche AnsprechpartnerIn.

Video und andere digitale „Unterstützer“ dürfen von LehreInnen und TrainerInnen nicht (länger) als Gefahr angesehen werden. Der Lehrer ist und wird weiterhin eine zentrale Rolle im Schulsystem spielen, denn er ist Instrukteur, Initiator und der Kopf des sozialen Netzes[2]. Die technologischen Fortschritte und daraus entstehenden unzähligen Ressourcen ermöglichen einen weitaus interaktiveren Unterricht, in dem SchülerInnen erforschen, erkunden, im Team oder selbstständig und dabei immer in enger Verbindung mit dem Lehrer stehen[3]. Collins und Berge[4] hatten bereits 1996 erkannt, dass Unterricht sich damit beschäftigen sollte, Wissen und Fähigkeiten zu konstruieren, anstatt Wissen zu vermitteln. Mit den Fortschritten des Jetzt ist das noch müheloser möglich.

Filme & Videos im Unterricht richtig einsetzen

  • Listening Homework – Passiv Hören (Hintergrundhören) nach Birkenbihl
  • Videos selbst aufnehmen: Interview z.B. mit der Exchange Klasse (publiziert auf der Webseite etc.)
  • SchülerInnen spielen ein Rollenspiel – z.B. TV Situation. Mitschüler wählen die beste Darbietung
  • Selbstständiges De-Kodieren von Video-Sequenzen (Wie funktioniert die De-Kodierung?)
  • Videos analysieren – Film-Quizzes

 

 

[1] Dinevsky und Arh (2012). Web 2.0 technologies for e-learning.

[2] Chang (2004). The roles of mentors in electronic learning environments.

[3] Strasser (2012). Mind the App! Inspiring Internet Tools and Activities to Engage your Students.

[4] Facilitating interaction in computer mediated online courses.

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