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Gastbeitrag von Sabine Langmann (Gründerin von www.die-infografik.de, einem Portal für Infografiken in deutscher Sprache – übrigens auch immer auf der Suche nach neuem Material, welches gern eingereicht werden kann.)

Mit ihren bunten Farben und meist witzigen Inhalten konnten sich Infografiken in den letzten Monaten in der Internetwelt etablieren. Auch, wenn dieser Trend der Infografiken global zu betrachten ist – in der Herangehensweise und Umsetzung der bunten Bilder gibt es im Länder- und damit Sprachenvergleich immense Unterschiede. Wie diese genau aussehen, soll hier erläutert werden. Und damit nicht genug: Aus den Differenzen werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen für (zukünftige) Infografik-Ersteller abgeleitet, um das Gelernte direkt anwenden zu können.

 

Infografik – was ist das und warum?

Wie genau definiert man nun den Begriff „Infografik“? Um trockene Beschreibungen zu vermeiden, geht es kurz gesagt um bunte Fakten-„Teppiche“ in länglichem Format, die ein Thema auf interessante Art und Weise beleuchten. Dahinter steht der Wunsch des Urhebers, auf einen bestimmten Sachverhalt aufmerksam zu machen oder die Vorzüge (s)eines Produktes bzw. die Expertise seines Unternehmens hervorzuheben. Als Beispiel stelle man sich eine Infografik mit dem Titel „Sitting is killing you“ (=“Sitzen bringt dich um“) vor. Abgesehen von dem extremen Titel gibt diese Infografik auf unterhaltsame und einprägsame Art und Weise verschiedene Fakten wieder, die zeigen, warum langes Sitzen der Gesundheit schadet. Dahinter steht als Schöpfer des Bildes ein Unternehmen, welches im Gesundheitssektor agiert. Die konkrete Infografik hat ein großes Echo in den sozialen Medien hervorgerufen, wurde oftmals gepostet und hatte demnach einen großen Effekt für die Wahrnehmung der Betrachter: Nicht nur für das Thema an sich, sondern auch für den Urheber!

 

Der Vergleich: deutsche vs. englische Infografiken

Doch wie unterscheiden sich nun deutsche von englischen Infografiken? Verschiedene Aspekte bieten eine Vergleichsgrundlage:

1. Die Anzahl der Infografiken: Es gibt wesentlich mehr Infografiken in englischer Sprache. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass der englischsprachige Markt für Infografiken natürlich deutlich größer ist als der für die deutschen Gegenstücke. Schließlich ist Englisch noch immer eine der wichtigsten Sprachen weltweit.

2. Das Themenspektrum: Dieser Aspekt ergibt sich letztlich aus der geringeren Anzahl der Infografiken. Wo es weniger gibt, können auch weniger Themen angesprochen werden. Für all jene, die sich also auf die Suche nach deutschsprachigen Infografiken zu bestimmten Themen begeben, ist es schwieriger ein passendes Exemplar zu finden.

3. Der Zeitfaktor: Eine Infografik zu erstellen ist aufwendig und benötigt entsprechend viel Zeit. Im Gegensatz zu ihren englischen Kollegen, scheinen sich die deutschen Ersteller weniger Zeit für die Planung und Umsetzung eines Info-Bildes zu nehmen. Dies zeigt sich in einfacheren Darstellungsweisen und Zusammenfügen der Fakten.

4. Die Herangehensweise/Umsetzung: Bei der Planung einer Infografik steht bei englischsprachigen Infografiken das Design im Vordergrund – schlichtweg daran zu erkennen, dass die fertigen Grafiken oft komplexer und optisch ansprechender sind als die deutschsprachigen Pendants. Sicherlich spielt es hierbei eine Rolle, dass sich eine Grafik auf dem englischen Markt gegen sehr viele Mitbewerber durchsetzen muss. Wer auffallen will, kann dies vor allem durch die Optik.
Deutsche Infografiken scheinen meist eher auf den Inhalt fokussiert zu sein und weniger auf das Erscheinungsbild. Letztlich auch bedingt durch den Zeitfaktor gelingt es vielen deutschen Infografik-Erstellern weniger als ihren englischen Kollegen, die Bilder tatsächlich so schön zu gestalten, dass man sich das Bild am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen möchte.

 

Fazit und Tipps für Infografik-Ersteller

Als Fazit ist klar: Die englischsprachigen Info-Bilder haben den deutschen Gegenstücken einiges voraus – in Themenabdeckung, Ästhetik und der generellen Strukturierung der Fakten! Doch auch die deutschsprachigen Infografiken entwickeln sich positiv und man darf auf die zukünftige Entwicklung gespannt sein.
Für alle Leser, die sich selbst der Erstellung einer der bunten Grafiken widmen möchten, gibt es hier noch drei wichtige Schlüssel-Erkenntnisse:

  • Keine Scheu vor neuen Themen! Viele Themen sind bisher noch unberührt und finden sicherlich dankbare Abnehmer.
  • Richtig planen! Es muss genügend Zeit eingeplant werden, um aus einem ansprechenden Konzept eine noch ansprechendere Infografik zu machen. Nur dann lohnt sich der Aufwand.
  • Optik ist maßgebend! Es geht hier immerhin um Bilder – natürlich bereichert um möglichst interessante Fakten. Eine Hilfe könnte der Gedanke sein: „Würde ich mir diese Infografik ins Zimmer hängen?“

Für all jene, die übrigens ihr Englisch noch verbessern wollen oder die anderen die englische Sprache näher bringen möchten: Der riesige Pool an englischsprachigen Infografiken kann hier nur von Vorteil sein! Mit dem richtigen Thema kann man sich und andere begeistern und lernt gleichzeitig einige neue englische Begriffe dazu.

 

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Über den Autor

Content Managerin und Bloggerin Katharina Leitner beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.leitner-marketing.at

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